Korruption in Österreich

Transparency International veröffentlichte am 26.10.2010 den weltumfassenden "Corruption Perceptions Index". Dieser listet die einzelnen Länder nach dem Grad auf, in welchem dort Korruption bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommen wird.

Österreich hat - unverändert dem Vorjahr - 7,9 von 10 möglichen Punkten erreicht. Österreich befindet sich damit im europäischen Mittelfeld noch vor Italien.

Befragt wurden in diesem Zusammenhang Geschäftsleute, Länderanalysten und Staatsbürger im In- und Ausland. Dabei fiel am österreichischen Detailergebnis auf, dass die Einschätzung der Experten von außen deutlich kritischer ist als die Einschätzung der heimischen Geschäftsleute.

Bereits 2009 vermutete Transparency International in der öffentlichen Auftragsvergabe das zentrale Korruptionsproblem Österreichs. Dies deckt sich damit, dass die Abgeordneten des Hohen Hauses ihre Nebeneinkünfte nicht lückenlos offenlegen und deren Parteien Großspenden von über 7260 Euro nur in aufsummierter Form veröffentlichen müssen. Eine Bestimmung, die über kleinere Stückelungen oder die Verteilung der Spenden auf Landesorganisationen leicht zu umgehen ist. Liefern Parteien falsche Angaben, passiert nichts. Die Nationalräte haben nämlich auf Sanktionsmöglichkeiten „vergessen“.

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